Anwendungen

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Mit Kneipp-Anwendungen kann die allgemeine Widerstandskraft des Körpers und der Seele angehoben und die Gesundheit geschützt werden. Die Durchblutung der Haut wird angeregt, darüber hinaus – auf reflektorischem Wege – auch die der inneren Organe.
Auch das dem Willen nicht unterliegende vegetative Nervensystem wird stabilisiert und gegenüber sehr starken Reizen weniger empfindlich.
Mittelfristig wird so die Stimmungs- und Gemütslage angehoben und Kreativität, Ausgeglichenheit und Lebensfreude steigen.

Der Storch im Salate - Der Klassiker

Vor Beginn müssen Ihre Füße unbedingt gemütlich warm sein. Nun stapfen Sie wie der Storch im Salat durchs kalte Wasser. Bei jedem Schritt einen Fuß ganz aus dem Wasser heben. Wenn man die Kälte schneidend spürt, ist der richtige Zeitpunkt, um auszusteigen. Füße nicht abtrocknen, nur das Wasser mit den Händen abstreifen und ein wenig herumlaufen, damit die Füße wieder warm werden. Auch für Kinder ist das Storch-im-Salat-Spiel bestens als Einstieg ins Kneippen geeignet.

Die detaillierten Beschreibungen der hier aufgeführten und weitere Anwendungen finden Sie unter
www.kneippvisite.de.

Eine trockene KNEIPP-Anwendung hat zwar einen milderen Effekt als eine Wasseranwendung, sie wirkt aber ebenfalls über den Hautreiz auf innere Organe und den ganzen Körper ein. Durch das Trockenbürsten wird die Durchblutung und damit der Stoffwechsel der Haut angeregt.
Das
Trockenbürsten ist besonders morgens gleich nach dem Aufstehen für "Morgenmuffel" und Wasserscheue geeignet - Müdigkeit wird so vertrieben und auch das vegetative Nervensystem harmonisiert und stabilisiert.

Wickel eignen sich hervorragend zur häuslichen Anwendung bei leichten Befindlichkeitsstörungen (z. B. Kopfschmerzen) bis hin zur Behandlung schwerer und chronischer Krankheiten (Bluthochdruck, Verdauungsstörungen). Bei der Wickelbehandlung werden der gesamte Körper oder Körperteile wie Rumpf, Extremitäten mit drei verschiedenen Tüchern eingehüllt.

Der kalte Wadenwickel ist ein altes, leicht anzuwendendes Hausmittel – mit kleinem Aufwand, aber großem Effekt. Er entfaltet je nach Dauer der Anwendung unterschiedliche Wirkungen: Wird er bis zu 10 Minuten lang angelegt, entzieht er dem Körper Wärme (z. B. bei Fieber); bleibt er länger – bis ca. 20 Minuten oder noch länger – liegen, hat er einen entzündungshemmenden, gewebsstraffenden Effekt, wirkt kräftigend auf die Venen und beruhigend auf das vegetative Nervensystem.

Die heiße Rolle ist eine moderne Wasser-Abwandlung und ein schnell und einfach herzustellendes Hausmittel. Sie besteht aus trichterförmig ineinander gerollten Tüchern, die mit heißem Wasser gefüllt werden. Die Hitze wird dabei langsam von innen nach außen abgegeben und kommt über längere Zeit mit einer gleichbleibenden angenehmen Temperatur von ca. 40 ° C außen an. Die heiße Rolle wirkt entspannend und entkrampfend für Muskelpartien, bringt Schmerzlinderung auch für Gelenke, ist schleimlösend und insgesamt durchblutungsfördernd. Wirkungsvoll ist die heiße Rolle immer dann, wenn eine starke Wärmezufuhr auf Haut, Bindegewebe und Muskeln sowie auf den Leib erwünscht ist.

Ein Sauerkrauttag gilt als „Bürste für den Darm“: Sauerkraut ist durch Milchsäuregärung reich an rechtsdrehender L(+)-
Milchsäure, die den Darm anregt und zu einer gesunden Darmflora beiträgt. Auch enthält Sauerkraut die Vitamine A, B und C sowie viele Mineralstoffe.

Bis 15.00 Uhr (nicht später!) werden bis zu 1 kg Sauerkraut - teilweise auch roh - verzehrt. Sauerkraut kann wie ein Salat angerichtet werden - entweder süß mit Apfel- oder Ananasstücken oder einer geriebenen Karotte oder eher herb mit Öl und Wacholderbeeren.

Entsäurerung
Der Tendenz zur Übersäuerung kann mit einer basenbetonten Ernährung begegnet werden. Als Faustregel gilt, dass die Nahrung zu 80 % aus basischen Lebensmitteln und zu 20% aus sauren Nahrungsmitteln bestehen sollte. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass die Nahrung gut gekaut wird.

Daneben gibt es eine Reihe sanfter, natürlicher Verfahren, mit deren Hilfe einer Übersäuerung wirkungsvoll begegnet werden kann:
- mehr trinken, vor allem basische (natriumcarbonathaltige) Mineral- und Heilwässer sowie basische Kräutertees, die überschüssige Säuren binden.
- Basenbrühen liefern dem Organismus wertvolle Mineralstoffe
- viel bewegen an frischer Luft (z. B. beim flotten Spaziergang oder beim
Wandern - dadurch werden Säuren abgeatmet.

Der Gesichtsguss gilt als der „Schönheitsguss“ in der KNEIPP-Therapie.
Er wirkt erfrischend, hautstraffend sowie herzberuhigend und ist auch mehrmals täglich anwendbar.